Scientific Award
Scientific Award 2011
Die PTV AG forderte die Wissenschaftler weltweit auf, ihre Beiträge zum PTV Vision Scientific Award 2011 einzureichen. Von den über 40 Einreichungen wurden die drei besten ausgewählt. Die Beiträge wurden durch eine aus renommierten Wissenschaftlern bestehende internationale Jury bewertet.
Den ersten Preis erhalten Eileen Mandir und Juliane Pillat für ihren Beitrag zum Thema Routenwahl in der Verkehrsumlegung in großen Netzen für VISUM.
Eileen Mandir und Juliane Pillat sind wissenschaftliche Mitarbeiterinnen am Lehrstuhl für Verkehrsplanung und Verkehrsleittechnik der Universität Stuttgart.
Der Beitrag beschreibt eine Methode, die für ein großräumiges Netz ein adäquates Routen Choice Set mit beherrschbarem Rechenaufwand generiert. Die Grundidee besteht darin, aus einer Befragung gewonnene Routen für den Arbeitsweg heranzuziehen, und daraus akzeptierte Umwegfaktoren für unterschiedliche Netzmaschengrößen zu bestimmen. Die gewonnenen Parameter werden als Abbruchbedingungen in einen auf vollständiger Enumeration basierenden Brach-and-Bound-Algorithmus für die Routensuche integriert. Der Beitrag überzeugte, da er einen fundierten methodischen Ansatz unter Nutzung empirischer Daten vorstellt. Der Beitrag wurde auf dem International User Group Meeting in New York und auf dem Anwenderseminar in Dresden vorgestellt.
Der zweite Preis geht an Sara Moridpour für ihre Arbeit zur Entwicklung und Anwendung eines Spurwechselmodells für den Schwerlastverkehr in VISSIM.
Sara Moridpour ist Dozentin am Royal Melbourne Institute of Technology (Australien). Vorgestellt wird ein neuer Algorithmus für die Modellierung des Spurwechselverhaltens des Schwerlastverkehrs. Das Verfahren wurde in VISSIM implementiert und auf Grundlage empirischer Daten kalibriert.
Den dritten Platz belegt Isaac Kumar Isukapati mit seinem Beitrag zum Thema Hardware-in-the-loop-Simulation mit VISSIM.
Isaac Isukapati ist PhD-Student an der North Carolina State University USA. Seine Arbeit beschreibt detailliert die Ankopplung und Simulation von Lichtsignalsteuerungs-Hardware in VISSIM. Die Besonderheit dieser sogenannten Hardware-in-the-Loop Simulation ist, dass reale Steuergeräte an die Simulation angeschlossen werden. Dadurch kann zum Einen der Aufwand für eine PC-Implementierung der Steuerung gespart werden und zum Anderen die tatsächlich "auf der Straße" eingesetzte Steuerung per Simulation getestet werden.



