Nachhaltigkeit im Geschäftsfeld Traffic Software
Verkehrsplanung, -modellierung, -simulation
Zur Lösung der Verkehrsprobleme reichen Verkehrskonzepte, die sich auf die Optimierung und Kapazitätserweiterung einzelner Verkehrsträger beschränken, nicht aus. Verkehrsträgerübergreifende Ansätze erhöhen die Effizienz des Gesamtsystems, sofern sie die siedlungsstrukturellen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen einbeziehen und unterschiedliche räumliche Ebenen berücksichtigen. Es bedarf also einer übergreifenden Betrachtung der Verkehrsmittel und deren Schnittstellen.
Die Verkehrsexperten von PTV fügten z. B. im Rahmen des Kooperationsprojektes „Arrive“ die bisher getrennten Modelle für den motorisierten Individualverkehr und den Öffentlichen Verkehr zu einem multimodalen Verkehrsnachfrage- und Reisezeitmodell für die Region München zusammen. Dieses neue Gesamtmodell in VISUM ermöglicht es, verkehrliche Auswirkungen von Siedlungsentwicklungen und Infrastrukturmaßnahmen zu analysieren, zu prognostizieren und zu bewerten. Auch Wechselwirkungen von Maßnahmen im MIV und ÖV lassen sich berechnen. Damit leistet PTV einen wichtigen Beitrag, den Verkehr in der Region nachhaltig zu entwickeln.
Neben der Modellierung von Verkehrsmodellen spielt auch die Simulation von verkehrlichen Situationen eine wichtige Rolle für eine zukunftsorientierte Verkehrsplanung. Kosteneffizienz, Fehlereinschränkung, eine optimierte Planung und Umsetzung – der Blick in die Zukunft bringt viele Vorteile.
VISSIM ist daher das ideale Werkzeug für Verkehrsplaner und Verkehrstechniker, um unterschiedliche verkehrliche Szenarien vor ihrer Realisierung zu testen und eine ausgewogene Lösung nach den Kriterien Verkehrsqualität, Sicherheit und Kosten zu finden. Die Kombination verkehrstechnischer Expertise und ausgefeilter Präsentationsmöglichkeiten führt gleichzeitig dazu, dass immer mehr Entscheidungsträger und Behörden die Software nutzen, um geplante Maßnahmen der Öffentlichkeit anschaulich zu machen, beispielsweise wenn eine neue Straße gebaut oder eine neue Straßenbahnlinie eingeführt werden soll. Damit leistet VISSIM einen entscheidenden Beitrag zur Einbindung der Bürger in den Diskussionsprozess.
Durch die neue Möglichkeit der Fußgängersimulation sind nun alle Komponenten des Straßenverkehrs (Fußgänger, Radfahrer, ÖV, IV) berücksichtigt. Sicherheit und hohe Qualitätsstufen in den Verkehrsanlagen für Fußgänger stehen dabei an oberster Stelle. Fußgängerfreundliche Städte und die Schonung der Umwelt sind also mit den heutigen technischen Mitteln realisierbar.
Die Softwaresuite PTV Vision unterstützt Verkehrsplaner bei der Umsetzung von zukunftsfähigen Konzepten für Straße und Schiene.
Öffentlicher Verkehr (ÖV)
Eine Verkehrsplanung, die sich auf verkehrsträgerübergreifende Maßnahmen stützt, kann zu erheblichen Verlagerungen des MIV auf den ÖPNV und das Fahrrad beitragen. Gute Angebote für Fußgänger, Radfahrer und den ÖPNV erhalten die Mobilität von Menschen ohne Auto und machen (nicht nur) das städtische Leben attraktiver. Dazu müssen die Angebote jedoch auch der Nachfrage entsprechen und kostengünstig sein.
Mit Hilfe der Verkehrsplanungssoftware PTV Vision können die Anbieter im Öffentlichen Verkehr u.a. ihre Angebots- und Betriebsqualität verbessern, Kunden umfangreicher informieren und ihre Leistungen zu erschwinglichen Preisen anbieten. Nutzen-Kosten-Untersuchungen ermöglichen attraktive Angebote bei gleichzeitiger Kosteneffizienz.
Da die Verkehrsangebote und die verfügbare Verkehrsinfrastruktur die Verkehrsmittelnutzung prägen, können Beschleunigungsmaßnahmen im ÖPNV, der Bau von Umsteigeparkplätzen und die Förderung von Radwegen Ansatzpunkte zur Verkehrsverlagerung bieten. Mit Hilfe von Nachfragemodellierungen und Simulationen von PTV ist es möglich, die richtigen Mittel hierfür auszuwählen und sinnvoll zu investieren.
Um eine flächenhafte Verkehrsberuhigung und eine auf den ÖV abgestimmte Siedlungs- und Flächennutzungsstrategie zu verwirklichen, bietet es sich an, dass das Schienennetz als Leitstruktur für eine regionale Siedlungsentwicklung dient. Neue Siedlungsgebiete sollten deshalb möglichst unter Berücksichtigung einer guten ÖPNV-Erschließung und bei geringem Landschaftsverbrauch ausgewiesen werden. Verkehrliche und städtebauliche Aufwertungen gehen dabei Hand in Hand. Hier schließt sich der Kreis zur Entwicklung multimodaler Verkehrskonzepte für ganze Regionen.
PTV unterstützt Verkehrsbetriebe und –verbünde sowie die öffentliche Hand bei der Umsetzung nachhaltiger Konzepte für den ÖV.
Verkehrsmanagement/ITS
Für ein nachhaltiges Verkehrsmanagement setzen Planer heute auf neue integrierte Konzepte mit elektronischen Leitsystemen und Umweltzonen. Das grösste Einsparpotenzial von CO2 verspricht die kontinuierliche Staureduktion in Städten und Kommunen. Neben intelligenten Telematikanwendungen wird in Zukunft u. a. die «Car to Car» und «Car to Infrastruktur»-Kommunikation dafür sorgen, dass die Strasse ein attraktiver Verkehrsweg bleibt.
Telematikanwendungen im Autobahnbereich sind unverzichtbare Bausteine moderner Verkehrskonzepte. In Ballungszentren werden sie in komplexe interurbane Systeme integriert, in denen der ÖPNV eine zentrale Entlastungsfunktion übernimmt. Nachhaltige Mobilität wird dort erreicht, wo die Wechselwirkung zwischen Autobahn, Stadtstrassen und ÖPNV berücksichtigt und das Verkehrsaufkommen flexibel beeinflusst wird.
So wurde im Rahmen des Projektes Dmotion von PTV ein strategiekonformes Verkehrsmanagement verschiedener Verkehrsträger für die Region Düsseldorf entwickelt. Durch die Kopplung der Verkehrszentralen der Stadt Düsseldorf und des Landes NRW ist nun ein übergreifender Verkehrslagebericht sowie eine strategische Schaltung von Wechselwegweisern und Lichtsignalanlagen möglich, die die Verkehrsteilnehmer auf Alternativrouten umlenkt und so Staus vermeidet. Der steuernde Eingriff in das Verkehrsgeschehen sichert den Verkehrsfluss und trägt zur Verminderung des Ausstosses von CO2 bei.
PTV unterstützt Städte und ganze Regionen bei einem übergreifenden Verkehrsmanagement.



